
Von Gerhard Pomykaj.
Am 30. April 1887 wurde die neue Eisenbahnstrecke zwischen Ründeroth und Derschlag eröffnet. Mehr als vierzig Jahre nach den ersten Plänen wurden die südlichen Teile des Gummersbacher Stadtgebietes endlich von Zügen durchquert. Die Station Niederseßmar erhielt für die nächsten sechs Jahre den Namen „Bahnhof Gummersbach“.In den Gummersbacher Ortschaften Dieringhausen, Vollmerhausen, Niederseßmar, Rebbelroth und Derschlag, die nun eigene Bahnhöfe besaßen, feierte die Bevölkerung den großen Tag der Inbetriebnahme. Der Sonderzug wurde mit Beifall begrüßt. Diejenigen, die es sich leisten konnten, nahmen an Festessen - verbunden mit einer Freifahrt - teil.
Bei der offiziellen Feier des Eisenbahn-Komitees in Niederseßmar hielt Bernhard Krawinkel, Ehrenbürger von Gummersbach, auch in seiner Funktion als Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses die Festrede. Hierbei ließ er seinem Groll über die jahrzehntelange Verschleppungstaktik der Eisenbahngesellschaften wie auch deren Nichtbeachtung der oberbergischen Verkehrswünsche in drastischen Worten freien Lauf, so dass die anwesenden Vertreter der Eisenbahnverwaltung dem Vernehmen nach bald zum Aufbruch drängten.
Hinweis
Am 26. September 2012 werden Gerhard Pomykaj, Holger Schmidt und Horst Kowalski im einem VHS-Vortrag neben der Vorgeschichte des Bahnanschlusses die Entwicklung der letzten 125 Jahre in einem Überblick darstellen. Ein umfangreiches und vielseitiges Bildmaterials veranschaulicht insbesondere am Beispiel Dieringhausens die abwechslungsreiche Entwicklung während der einzelnen Zeitabschnitte.







