
Von einem neuen Zeitalter der Mobilität in Gummersbach sprach Bürgermeister Frank Helmenstein bei der Vorstellung der Pläne für den neuen Busbahnhof in Gummersbach.
In der vergangenen Woche war ein Förderbescheid über 4,8 Millionen Euro eingetroffen, der die Realisierung des Projektes möglich macht.
"Der Busbahnhof wird in Verbindung mit der Umgestaltung des Bahnhofs ein neues städtebauliches Entree für Gummersbach", ist auch Baudezernent Ulrich Stücker überzeugt.
Bessere Verbindungen, kürzere Umsteigewege und mehr Komfort für Bus- und Bahnreisende - auf diese Formel lässt sich die Zukunft des ÖPNV in der Kreisstadt bringen:
Zug und Bus werden zukünftig enger zusammenrücken: Angrenzend an die Bahngleise entsteht ein völlig neuer Busbahnhof – was das Umsteigen deutlich einfacher gestaltet.
Zudem zeigen demnächst elektronische Hinweistafeln an, wann welche Busse abfahren oder ankommen und welche Anschlussmöglichkeiten es zur Weiterfahrt gibt. Die gesamte Anlage wird auf sehr gute Funktion ausgelegt sein. Dazu gehört auch, dass alle Linien immer an ein und demselben Bussteig, der insgesamt 13 Halteplätze abfahren. Dies
erleichtert die Orientierung enorm. Außerdem werden die am stärksten genutzten Steige von einem 130m langem und bis zu 30m breitem Dach überspannt sein, was nicht nur den Fahrgästen entgegenkommt: Das markante, metallverkleidete Dach bildet dann ein lange vermisstes architektonisches Entrée zur Stadt. Schließlich soll eine Servicezentrale
im Zentrum des Busbahnhofs zusätzliche Leistungen für die Fahrgäste bieten.
In dem
zentral gelegenen Gebäude werden Fahrgäste sowohl Bus- als auch Bahnfahrkarten erwerben und sich beraten lassen können. Vorgesehen sind zudem Dienstleistungen wie beispielsweise die Vermietung von überdachten und abschließbaren „Radboxen“. Ein privat betriebener Kiosk beziehungsweise Bistro kann das Angebot der Gummersbacher
Servicezentrale abrunden.
Die Entwürfe und Zeitpläne zum Bau des Busbahnhofes liegen vor und werden nun zeitnah umgesetzt. Als vorgezogenes Teilprojekt ist die neue Park-and-ride-Anlage südöstlich der Steinmüllerallee mit insgesamt 74 Stellplätzen bereits im Bau und wird im Herbst nutzbar sein. Ab Oktober werden erste Baumaßnahmen zur Gründung des neuen Busbahnhofdaches durchgeführt. In 2013 werden dann die wesentlichen Teile des Busbahnhofes und das Dach hergestellt werden. Parallel dazu wird durch die Deutsche Bahn der wenig attraktive Bahnsteig modernisiert. Mit dem Halbstundentakt nimmt die Bahn ein zweites durchgehendes Gleis in Betrieb, der neu überdachte Bahnsteig liegt dann dazwischen, der Zugang erfolgt unter den Gleisen her. Die Wege zum Bahnsteig hin sind
deutlich breiter als üblich und hell ausgelegt.
Beispielsweise wird der neue Zugang vom Steinmüllergelände aus eine gerade Achse bilden, die schon von weitem gut einsehbar bleibt. Natürlich sind alle Wege barrierefrei zugänglich und der neue Bahnsteig wird höher liegen, sodass beim Ein- und Aussteigen keine Stufen mehr überwunden werden müssen. Der rollstuhlgerechte Zugang zum neuen DB-Bahnsteig muss über eine länger gezogene Rampe erfolgen.
Die Arbeiten am Bahnsteig werden voraussichtlich Ende 2013 fertig gestellt sein. Der Umzug des Busbahnhofs ist für Mitte 2014 vorgesehen. Während der vielen unterschiedlichen Maßnahmen kommen auf die Fahrgäste leider manche Unannehmlichkeiten zu: Die Arbeiten im Bahnhofsbereich erfordern unterschiedliche Zwischenlösungen, um sowohl dem Bau als auch den Bahnkunden gerecht zu werden. Zu
den Provisorien wird etwa ein Schienenersatzverkehr nach Marienheide gehören – anschließend können die Kunden von Bus und Bahn aber mehr Komfort genießen als jemals zuvor in der Kreisstadt.
Was passiert wann? Diese Übersicht zeigt's:





