|| Freitag, 31. August 2012
Neue Straße bringt Entlastung
Spatenstich für die Fertigstellung des Innenstadtrings

Vom "bedeutendsten Verkehrsinfrastrukturprojekt" der vergangenen und der nächsten Jahre sprach Bürgermeister Frank Helmenstein am Freitag Mittag beim Spatenstich für die Fertigstellung des Gummersbacher Innenstadtrings.

Damit entsteht ein weiterer wichtiger Baustein des Gummersbacher  Verkehrsinfrastrukturkonzeptes. "Die Grundlage dafür wurde bereits Ende der achtziger Jahre mit dem Bau des Innenstadthalbrings als Voraussetzung für die  Einrichtung der Fußgängerzone in der Kaiser- und Hindenburgstraße geschaffen", berichtet Technischer Beigeordneter Ulrich Stücker.

Mit der damals nicht zu erwartenden (aber zwischenzeitlich Realität  gewordenen) Entwicklung des Steinmüllergeländes und allgemeinen Verkehrszunahmen seien die Ansprüche an die innerstädtische Verkehrserschließung gewachsen.

Diese führten letztendlich zu dem Beschluss des Stadtrates, den Innenstadthalbring zu einem leistungsfähigen Stadtring auszubauen, der Wege verkürzen und Emissionen reduzieren wird.

Mit der Entscheidung verbunden ist der in Vorbereitung stehende Neubau eines attraktiven zentralen Omnibusbahnhofes neben dem Gummersbacher Bahnhof.
Die Arbeiten zur Herstellung des 500 m langen, zweiten Bauabschnitts der sog. Ringstraße haben begonnen. Anschließend an den bislang „tauben“ vierten Ast des Steinmüller-Kreisverkehrs wird die neue Ringstraße angesetzt und bis zu der Stelle durchgebaut, wo noch bis Januar 2012 das alte
Bahnhofsgebäude stand. Hierzu werden ca. 19.000 m3 Erde bewegt und 4.300 qm Asphaltfläche hergestellt, um die 7,10 m breite Fahrbahn realisieren zu können. Parallel dazu wird ein jeweils drei Meter breiter kombinierter Rad-Gehweg die Verbindung für Radfahrer und Fußgänger von der Innenstadt Richtung Rospe sicherer und bequemer machen.
Das neue Stück der Ringstraße wird in einen weiteren Kreisverkehr an der Andienungsstraße münden, der parallel zum neuen Busbahnhof 2013 gebaut werden soll. Die Ringstraße setzt sich nach dem Umzug des Busbahnhofs an seinen neuen Standort in 2014 vor dem Ladenzentrum „Alte Post“
entlang fort, um südlich der Fußgängerzone Hindenburgstraße auf die bestehende Kreuzung mit der Wilhelm-Breckow-Allee zu münden. Eine andere Anbindung erhält in diesem Bereich die „Kleine Bergstraße“, die zukünftig direkt auf die „Emilienstraße“ führen wird.
Das aktuelle Teilstück der Ringstraße selbst soll innerhalb von 16 Monaten fertig gestellt sein: als nächster Schritt hin zur Vervollständigung des kompletten Innenstadtrings im Jahr 2015.


Der Bau der gesamten Ringstraße wird einschließlich des bereits erstellten Brückenbauwerks zur Eisenbahnüberführung rund 9,6 Millionen Euro kosten, von denen das Land NRW über die Gemeindeverkehrsfinanzierung (GVFG) rund 6,8 Millionen Euro übernimmt.
Daneben fördert der Zeckverband Nahverkehr den Bau des neuen zentralen Omnibusbahnhofes, der ca. 6,9 Millionen Euro erfordert, mit 85%.
Ca. 6 Millionen Euro werden im Rahmen der sog. Mobilitätsoffensive des Landes in die Erneuerung des Gummersbacher Bahnhofes durch die Deutsche Bahn investiert.

Deutlich erkennbar: Die Trassenführung des Innenstadtrings zwischen Steinmüllerkreisel und Kleiner Bergstraße.