|| Montag, 17. September 2012
Mit 14 Deutsche Junioren-Meisterin
Bürgermeister lernt Gummersbacher Speerwerferin Fabienne Schönig kennen.

Sie ist gerade mal 15, aber schon jetzt deutschlandweit ganz weit vorne: "Fabienne Schönig düpiert die Konkurrenz erneut" titelten die Medien in der vergangenen Woche, da war sie "Westdeutsche Meisterin" im Speerwurf geworden. Nicht einmal zwei Monate vorher machte die Gummersbacher Schülerin Schlagzeilen, als sie den Speer 48,85 Meter weit warf und damit - damals noch 14 - Deutsche Junioren-Meisterin wurde.
Die Grotenbach-Gymnasiastin war mit diesem Wurf besser als so mancher 17-Jährige und, wie ihr Trainer Bernhard Wald augenzwinkert festhält, "sogar besser als der beste Junge."

"Auf Fabienne können wir Gummersbacher richtig stolz sein", sagte Bürgermeister Frank Helmenstein bei einem Kennenlernen im Rathaus. Mit Recht, denn in diesem Jahr hat die junge Athletin noch keinen Wettkampf verloren.

Der Speer sei ein Fluggerät, mit dem man gefühlvoll umgehen müsse, weiß Trainer Wald zu berichten, Fabienne besitze genau die richtige Mischung aus Entschlossenheit und Gelassenheit, um das Gerät zu beherrschen.

Fünfmal wöchentlich trainiert die Schülerin für ihren Erfolg; auf Vermittlung von Bernhard Wald zweimal davon mit Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius in Leverkusen.
Um Spitzensport und Schule in Einklang zu bringen bedarf es außerdem einer großen Disziplin, um den eng getakteten Tagesablauf zu bewältigen und schließlich kann sich die jugendliche Sportlerin auf ihre Eltern verlassen, die sie voll und ganz unterstützen. Und bei aller Begeisterung für das Speerwerfen sind die Prioritäten klar gesetzt: "An erster Stelle steht die Schule."

Weil der Sport nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell aufwändig ist, sucht Wald derzeit noch nach Sponsoren, die Fabiennes Karriere unterstützen.

Fabienne Schönig freut sich über einen Gutschein über eine Fahrt im Heißluftballon, den Bürgermeister Frank Helmenstein ihr überreichte. Mit ihr freuen sich (v.l.) Bernhard Wald, Edwin Schönig, Frank Helmenstein, Ilka Schönig und Peter Thome.