
"Wenn einen die Themen Tod, Trauer und Sterben selbst betreffen, ist man schnell überfordert", sagt Arndt Reichold, Chef des Bauhofs der Stadt Gummersbach. "Daher ist es eine tolle Sache, dass es hier im Haus Menschen gibt, die einen dann auffangen und begleiten", unterstrich er beim Besuch des Johannes-Hospizes in Wiehl. Dort übergab er am Donnerstag, 5. Juli 2012, mit drei weiteren Kollegen aus dem Bauhof der Gummersbacher Stadtverwaltung eine Spende über 600 Euro für die Arbeit im Hospiz. Das Geld für die Arbeit im Hospiz der Johanniter war in diesem Frühjahr bei einem Tag der offenen Tür gesammelt worden, den der Bauhof und die Vertrauensleute der Gewerkschaft Verdi bei der Stadtverwaltung organisiert hatten. Persönliche Erfahrungen mit der Arbeit im Hospiz hatte unter anderem Mitarbeiter Gert Daniel gemacht. "Hier habe ich Menschen mit großem Einfühlungsvermögen erlebt, die sehr auf die individuellen Wünsche, Ängste und Bedürfnisse der Hospizgäste und ihrer Angehörigen eingegangen sind", sagte er beim Besuch des Hospizes. "Dank Spenden wie der Ihren können wir vielen Menschen die Wünsche erfüllen", erklärte Hospiz-Verwaltungsleiterin Ute Schumacher den Mitarbeitern des Bauhofes. So seien zum Beispiel letzte Reisen ans Meer ermöglicht worden, einem Gast sei vor kurzem außerdem sein Motorrad ins Zimmer gebracht worden. Die Verwaltungsleiterin schilderte dem Besuch aus Gummersbach auch, dass Hospize generell nur zu 90 Prozent von den Kranken- und Pflegekassen finanziert werden. "Den Rest bringen die Träger unter anderem durch Spenden auf." Im Johannes-Hospiz werden im Jahr etwa 150 Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet, ihre durchschnittliche Verweildauer beträgt zwei Wochen.





