Wer bekommt Wohngeld?

Antragsberechtigt für einen Mietzuschuss sind

  • Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers,

  • Inhaber einer Genossenschafts- oder einer Stiftswohnung,

  • Bewohner eines Heimes,

  • mietähnliche Nutzungsberechtigte, insbesondere Inhaber eines mietähnlichen Dauerwohnrechts,

  • Eigentümer eines Mehrfamilienhauses (drei oder mehr Wohnungen), eines Geschäftshauses oder eines Gewerbebetriebes, wenn sie in diesem Hause wohnen,

  • Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses, in dem sie wohnen, das jedoch auch Geschäftsräume in einem solchen Umfang enthält, dass es nicht mehr als Eigenheim angesehen werden kann,

  • Inhaber einer landwirtschaftlichen Vollerwerbsstelle, deren Wohnteil nicht vom Wirtschaftsteil getrennt ist.

Antragsberechtigt für einen Lastenzuschuss sind

  • Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung,

  • Eigentümer einer Kleinsiedlung,

  • Eigentümer einer landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstelle,

  • Eigentümer einer landwirtschaftlichen Vollerwerbsstelle, falls Wohn- und Wirtschaftsteil voneinander getrennt sind und für den Wohnteil eine Wohngeldlastenberechnung aufgestellt werden kann,

  • Inhaber eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts,

  • Erbbauberechtigte und diejenige, die Anspruch auf Übereignung des Gebäudes oder der Wohnung beziehungsweise auf Übertragung oder Einräumung des Erbbaurechts haben.

Voraussetzung für den Lastenzuschuss ist, dass der Wohnrauminhaber den Wohnraum bewohnt und die Belastung dafür aufbringt.

Bewilligungsvoraussetzungen

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und - wenn ja - in welcher Höhe, das hängt von drei Faktoren ab:

  • der Zahl der zu Ihrem Haushalt gehörenden Personen,

  • der Höhe des Gesamteinkommens,

  • der Höhe der bis zu bestimmten Höchstbeträgen zuschussfähigen Miete beziehungsweise Belastung.

Und wer bekommt kein Wohngeld?

Keinen Anspruch auf Wohngeld hat,

  • der alleinstehende Person während des freiwilligen Wehrdienstes, wenn für sie Unterhaltssicherungsleistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz gezahlt werden,

  • wer über den Einkommensgrenzen liegt,

  • ein Haushalt, in dem ausschließlich Menschen leben, denen Leistungen nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz (BAföG), Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) nach dem Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts während der Teilnahme am Sonderprogramm Förderung der beruflichen Mobilität (MobiPro) dem Grunde nach als Zuschuss zustehen (Ausnahme: Darlehnweise Gewährung),

  • wer nicht Mieter oder Eigentümer der Wohnung ist, wer also beispielsweise in einem Hotel oder einer sonstigen Herberge lebt.

  • wer seinen Hauptwohnsitz in einer anderen Gemeinde hat.

Wie gibt es Wohngeld?

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag stellen und die Voraussetzungen nachweisen. Den Antrag stellen Sie schriftlich in der Wohngeldstelle des Sozial- und Wohnungsamtes.

Berechnet wird der Wohngeldanspruch ab dem Ersten des Monats, in dem der Antrag bei der Wohngeldstelle eingeht. Eine rückwirkende Bewilligung ist nicht möglich.

Wie lange gibt es Wohngeld?

Wohngeld wird für maximal 12 Monate gewährt. Danach muss ein neuer Antrag gestellt werden.

Bei verkürzten Bewilligungszeiträumen muss nach Ablauf des Bewilligungszeitraums ein neuer Antrag gestellt werden, um weiter Wohngeld zu erhalten.