Schwangerschaft und Geburt


Liebe Eltern,

alle Informationen in diesem Bereich sind dem Elternbegleitbuch (1,6 MB) entnommen, welches viele weiterführende Informationen bietet und von den Familienhebammen Ute von Polheim und Ulrike Kösling und der Kinderkrankenschwester Beatrix Weber zur Geburt überreicht wird. Das komplette Begleitbuch kann auf der rechten Seite herunterladen werden.
Unsere Familienhebammen besuchen alle Familien mit Neugeborenen im Stadtgebiet, bieten Hilfen&Beratung rund um die Geburt und stehen Ihnen natürlich auch vor der Geburt zur Verfügung.

Bei Fragen oder Hilfen wenden Sie sich an:

Sekretariat des Fachbereiches Jugend, Familie und Soziales
Frau Langlotz und Frau Müller Tel.: 02261 871218

oder per mail direkt an die Familienhebammen unter familienhebamme(at)stadt-gummersbach.de

Wirtschaftliche Hilfen


Wirtschaftliche Hilfen und Informationen zu z.B. Elternzeit, Elterngeld, Kindergeld finden Sie in unserem: Elternbegleitbuch

Erste Schritte - Durch den Behördendschungel


Anmeldung Ihres Kindes nach der Geburt


Die Anmeldung Ihres Kindes beim zuständigen Standesamt übernimmt für Sie das
Krankenhaus, in dem Ihr Kind geboren worden ist. Das Krankenhaus gibt die
Geburtsanzeige sowie Ihre schriftliche Erklärung über die Bestimmung des bzw. der
Vornamen an das Standesamt weiter. Dabei richtet sich die Zuständigkeit des
Standesamtes nach dem Geburtsort Ihres Kindes, nicht nach Ihrem Wohnort.
Sofern keine Fragen beim Standesamt auftreten, können Sie die Geburtsurkunde
dort abholen.
In vielen Fällen, z.B. wenn Sie nicht verheiratet oder Sie ausländischer Herkunft sind,
müssen Sie persönlich noch einmal im Standesamt erscheinen und fehlende
Unterlagen nachreichen oder die Vaterschaftsanerkennung erklären.
Bei einer Hausgeburt müssen Sie Ihr Kind innerhalb einer Woche selbst beim
zuständigen Standesamt anmelden. Dazu ist die von der Hebamme ausgestellte
Geburtsbescheinigung vorzulegen.
Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Standesamt.

Hebammenbetreuung vor und nach der Geburt


Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf die Unterstützung durch eine Hebamme
Ihrer Wahl während der Schwangerschaft, der Geburt und für den Zeitraum von
mindestens acht Wochen nach der Entbindung.
Von Ihrer Hebamme erhalten Sie in der ersten Zeit Hilfe bei der Pflege und
Ernährung Ihres Kindes, beim Stillen, bei sozialen und behördlichen Fragen und
vieles mehr.
Die Kosten für die Hebamme werden vollständig von Ihrer Krankenkasse
übernommen.
Ein Verzeichnis der Hebammen in Gummersbach erhalten Sie mit diesem
Elternbegleitbuch oder im Internet unter www.hebammensuche.de.

Mutterschutz


Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen.
Als werdende Mutter genießen Sie einen besonderen Schutz sechs Wochen vor und
acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit sind Sie von Ihrer Arbeit freigestellt, um
sich auf die Geburt vorzubereiten, bzw. sich nach der Geburt zu erholen und in Ruhe
die erste Zeit mit Ihrem Kind zu verbringen.
Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Mutterschutzzeit auf zwölf
Wochen nach der Entbindung.
Während des Mutterschutzes erhalten Sie – sofern Sie in einem Arbeitsverhältnis
stehen von Ihrer Krankenkasse Mutterschaftsgeld und ggf. von Ihrem Arbeitgeber
einen Arbeitgeberzuschuss. Das Mutterschaftsgeld und der Arbeitgeberzuschuss
ergeben summiert Ihr durchschnittliches Nettoeinkommen aus den letzten drei
Kalendermonaten.
Sofern Sie privat versichert sind, ist nicht die Krankenkasse, sondern die
Mutterschaftsgeldstelle beim Bundesversicherungsamt in Bonn die richtige
Anlaufstelle.

Im Anschluss an die Mutterschutzfrist können Sie Elternzeit beantragen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse oder – sofern
Sie privat versichert sind – an das Bundesversicherungsamt in Bonn.
Einen Leitfaden zum Thema Mutterschutz erhalten Sie unter www.bmfsfj.de

Kündigungsschutz


Während der Dauer der Schwangerschaft und bis zu vier Monaten nach der Geburt
darf Ihnen der Arbeitgeber nicht kündigen. Der Kündigungsschutz gilt unabhängig
davon, ob Sie als Mutter nach Ablauf der Mutterschutzfrist wieder an Ihren
Arbeitsplatz zurückkehren oder in Elternzeit gehen wollen.
Der Kündigungsschutz besteht auch während der gesamten Dauer der in Anspruch
genommenen Elternzeit.
Weitere Informationen zum Kündigungsschutz während und nach der
Schwangerschaft finden Sie im Leitfaden zum Mutterschutz unter www.bmfsfj.de
oder in der kostenlosen Broschüre „Kündigungsschutz“, die Sie beim
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Postfach 300 265, 53182 Bonn oder per
E-Mail an info@bmas.bund.de bestellen können.

Schulpflichtbefreiung von jungen Müttern


Während der Schwangerschaft bleibt die Schulpflicht – bis zum Eintritt des
Mutterschutzes – bestehen. Selbstverständlich kann nach Eintritt des Mutterschutzes
weiterhin die Schule freiwillig besucht werden.
Sofern Sie sich in einer Ausbildung befinden und in Elternzeit gehen, verlängert sich
Ihre Ausbildungszeit entsprechend. Kann nach der Geburt die Betreuung des Kindes
nicht anders sichergestellt werden, können Sie sich von der Schulpflicht befreien
lassen.
Dazu stellen Sie einen Antrag auf Befreiung der Schulpflicht. Anträge dazu sind in
den Schulen erhältlich. Dem Antrag fügen Sie die Geburtsurkunde Ihres Kindes bei,
sowie die Bescheinigung Ihres zuständigen Jugendamtes, dass die Betreuung Ihres
Kindes von Ihnen allein wahrgenommen wird.
Falls die Betreuung Ihres Kindes durch Andere (z.B. durch die Großeltern)
sichergestellt werden kann, ist eine Schulbefreiung nicht möglich.

Anmeldung Ihres Kindes bei der Krankenkasse


Sofern noch nicht geschehen, müssen Sie Ihr Kind auch bei Ihrer Krankenkasse
anmelden.
Hierzu erhalten Sie vom Standesamt, bei dem Sie Ihr Kind in der ersten Woche nach
der Geburt angemeldet haben, eine Bescheinigung zur Vorlage bei Ihrer
Krankenkasse.
Bei miteinander verheirateten Eltern wird Ihr Kind in die bestehende
Familienversicherung kostenlos mit aufgenommen, ebenso bei minderjährigen
Eltern, die selbst noch bei ihren Eltern mitversichert sind.
Diese Regelung gilt bei allen gesetzlichen Krankenversicherungen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.

Eintrag des Kindes auf der Lohnsteuerkarte


Um einen Steuerfreibetrag zu erhalten, müssen Sie Ihr Kind auf Ihrer
Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Hierzu wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges
Einwohnermeldeamt vor Ort.
Mitzubringen sind die Geburtsurkunde Ihres Kindes (diese erhalten Sie im
Standesamt) sowie Ihr gültiger Personalausweis.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt.

Vaterschaftsanerkennung


Sofern Sie verheiratet sind, ist eine Vaterschaftsanerkennung nicht notwendig, da
hier per Gesetz der Mann, der zum Zeitpunkt mit der Kindesmutter verheiratet ist, als
Vater des Kindes gilt.
Sofern Sie nicht verheiratet sind, besteht eine Vaterschaft erst dann, wenn sie
anerkannt oder gerichtlich festgestellt ist.
Um eine Vaterschaft anerkennen zu lassen, wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges
Jugendamt vor Ort. Hier wird die Anerkennung der Vaterschaft, sowie die
Zustimmung der Kindesmutter beurkundet. Die Anerkennung sollte – wenn möglich –
bereits vor der Geburt oder kurz danach erfolgen.