Rückblick auf das Jahr 2003

Im Frühjahr trafen sich alle Familien, die sich an dem Netzwerk "Wir helfen Kindern" beteiligen, zum Gedankenaustausch. Die zu bewältigenden Aufgaben waren überschaubar, aber es zeigte sich, wie wichtig ein Netzwerk ist, bei dem die Leute hin und nicht weg schauen.

Anfang August konnten wir ein wunderbares Stadtteilfest mit vielen Besucherinnen und Besuchern bei herrlichem Sommerwetter rund um das Jugendzentrum feiern mit allen Vereinen, Schule, Kindergärten und Institutionen. Ein tolles Programm boten unsere Bernberger Kinder und Jugendlichen.

In den Ferien wurde ein riesiges Freizeit- und Abenteuerangebot von sehr vielen Kindern und Jugendlichen angenommen und mit viel Lob bedacht. Ausrichter war das Jugendamt und die MitarbeiterInnen des Jugendzentrums unter Mitwirkung Bernberger Institutionen, z.B. die Ev. Baptisten Brüdergemeinde Kastanienstraße.

Zur Information: Da wir über ein eigenes "Stadtteilkonferenz-Konto" verfügen, können wir auch Spenden annehmen. Infos siehe unten.

Aufgrund neuer schwieriger Gruppenbildungen soll die Ordnungspartnerschaft wiederbelebt werden, um Jugendlichen auch hier eine Hilfe zu bieten.

Auf der Stadtteilkonferenz im November haben wir beschlossen, die Bushaltestellenhäuschen nach dem Vorbild in Dümmlinghausen und Strombach mit Kindern auf dem Jugendzentrum und den Kindergärten zu verschönern. Eine tolle Gemeinschaftsarbeit!

Einige Ereignisse der zurückliegenden Jahre

Im Frühjahr 2002 rief unser Bundespräsident Johannes Rau zu einem bundesweiten Wettbewerb zum Thema "Integration von Fremden" auf. Wir haben mit unseren Projekten, mit denen wir 2001 schon den Preis des Bürgervereins gewonnen haben, teilgenommen. Eine verwegene Idee - denn nur 10 Preise winkten und über 1.000 Teilnehmer hatte sich gemeldet. Aber immerhin wurden wir aufgefordert, unsere Projekte für ein bundesweites Handbuch zum gleichen Thema nochmals vorzustellen. Das Ergebnis steht noch aus.

Bei dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" im Jahre 2002 gewannen wir den Sonderpreis für die Integration von Neubürgern von 150 Euro.

Unsere eingereichten Projekte zum Thema "Integration statt Gewalt" auf einen Blick:

Wir bauen eine Schutzhütte:

Was man zusammen schafft, zerstört man nicht, man nutzt es zusammen und schafft Gemeinsamkeiten.

Erbaut wurde die Hütte durch Caspar Boers (Mitarbeiter des Jugendzentrums Bernberg) und ca. 40 Jugendlichen. Die Hütte wurde im September 1999 eingeweiht.

Das Netzwerk "Wir helfen Kindern"

Motto: Das "Wir-Gefühl" wecken, Zivilcourage zeigen und einfordern - auch eine Form der Integration und ein Mittel gegen Gewalt.

Ziel dieses Projektes ist es, die Anonymität im Stadtteil aufzubrechen und Gewalttaten zu verringern. Verschiedene Anlaufstationen werden zum Schutz geboten, wo in Notsituationen Hilfe gefunden werden kann. Diese Anlaufstellen sind den ganzen Tag für Kinder erreichbar und durch einen auffälligen Aufkleber an der Türe gekennzeichnet.

Wir bauen ein Circus-Cafe

Hier herrscht die gleiche Motivation wie beim 1. Projekt - eine Aktion des Jugendamtes und des Jugendzentrums. Integrationsarbeit des Jugendzentrums mit schwierigen Gruppen.

Stadtteilfeste
Miteinander - Füreinander

Ein weiteres durch die Stadtteilkonferenz Bernberg initiiertes und unterstütztes Projekt war

"Die Kletterwand"

In Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein e.V., Sektion Gummersbach, entstand 1999/2000 eine 7,50 m x 7,50 m hohe Kletterwand an der Außenwand der Turnhalle der Grundschule Bernberg. Die Kletterwand steht grundsätzlich allen Interessenten zur Verfügung. Kletteraktionen werden durch den erfahrenen, ausgebildeten Übungsleiter und Mitarbeiter des Jugendzentrums Bernberg, Herrn Sergej Stolz, angeleitet.

 

Eines hatten und haben alle Projekte und Aktionen gemeinsam:

Projekte zum Thema Integration und Gewalt können aber auch getrennt betrachtet werden. Eine Aktion allein bewirkt nicht allzu viel. Um längerfristig erfolg zu haben, ist ein Gesamtpaket mit fortlaufenden Aktionen notwendig.

Ursache unserer Handlungen war und ist das Zusammenleben mit Menschen aus vielen Nationen und unterschiedlichen Kultur- und Glaubensrichtungen und den sich daraus ergebenen Konflikten und Problemen.

Ausgangspunkt unserer Handlungen war und ist das Zusammenwirken aller Kräfte, die sich für die Stadtteile und die Menschen verantwortlich fühlen. Dabei stehen die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt unserer Ideen und Projekte.