Aktuelle Meldungen Stadtteilkonferenz Dieringhausen/Vollmerhausen


Termine Stadtteilkonferenz Dieringhausen/Vollmerhausen:

07.06.2017 um 18:00 Uhr -  In den Räumlichkeiten der Feuerwehr Dieringhausen; Zur Aggerhalle 12a, 51645 Gummersbach 06.09.2017 um 18:00 Uhr -  In den Räumlichkeiten der Feuerwehr Dieringhausen; Zur Aggerhalle 12a, 51645 Gummersbach 08.11.2017 um 18:00 Uhr -  In den Räumlichkeiten der Feuerwehr Dieringhausen; Zur Aggerhalle 12a, 51645...(mehr...)



 

 

 

 

Dieringhausen - Vollmerhausen:

Auf der Merkartorkarte von 1575 als "Dirickhausen" eingezeichnet, lagen die Orte ursprünglich als kleine bäuerliche Siedlung an einer Aggerfurt als Übergang aus dem "Schwarzenbergischen" ins "Homburgische" hinüber. Sie gehörten zu den 42 '-inghausen-Orten' im nördlichen Oberbergischen und gehen wohl zurück auf germanische oder altdeutsche Personennamen (Dioro bzw. Volmar). In Sichtweite befanden sich zu dieser Zeit einige kleinere Gehöfte, Siedlungen und eine Mühle. Der heutige "Aggerraum" zwischen Brunohl im Westen und Vollmerhausen im Osten, war eine typische Streusiedlung mit ländlichem Charakter. Diese Siedlungsform zeigt auch noch die handgezeichnete Karte der "Reichsherrschaft Gimborn-Neustadt" von 1802/03. Viele Siedlungsnamen sind darin abgeändert. 'Dirickhausen' heißt jetzt 'Dierkhausen' und aus 'Müll' und 'Im Hoill' ist inzwischen 'Mühlenthal' bzw. 'Hohl' geworden. 'Vollmerhausen' hat seinen Namen behalten, ist aber im Ortsbild größer als 'Dierkhausen'. Die Agger - damals noch reguliert - trennte Dieringhausen, Hohl, Hammerhaus und Brunohl von Brück, Aggersiefen, Neudieringhausen, Hammerthal und Hunstig und den Ort Vollmerhausen von den links der Agger gelegenen Höfen.

Der Bau der 'Cöln-Olper-Landstraße' (1823-1834) und einer festen Aggerbrücke oberhalb der bisherigen Furt (1830) leiteten dann den Prozess des Zusammensiedelns im Raum Dieringhausen-Vollmerhausen ein, der dann durch die einsetzende Industriealisierung des Aggertales - begünstigt durch den Weiterbau der Eisenbahn von Ründeroth nach Derschlag (1887) - beschleunigt wurde. Beginnend mit der Textilindustrie (Siebel, Mühlenthal, Krawinkel, Baldus (Friedrichsthal) und, verstärkt durch den Bau eines "Kreiselektrizitätswerkes" in Dieringhausen (1908 - 1935 vom RWE übernommen) zur Energievesorgung der Betriebe, setzte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine schnelle wirtschaftliche Veränderung ein und verwandelte den zunächst verkehrs- und siedlungsarmen 'Aggerraum' zum stärksten Verkehrs-, Wirtschafts- und Siedlungsraum im Oberbergischen. Dieringhausen wurde Eisenbahnknotenpunkt für die Bahnstrecken nach Brügge, Remscheid, Olpe und Waldbröl. Übrig geblieben ist in unseren Tagen die dokumentierte Erinnerung im Eisenbahnmuseum in Dieringhausen.

In der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde die einseitig auf Textil ausgerichtete Industrie nach und nach durch andere Branchen erweitert bzw. ersetzt (SABO-Rasenmäher, Gummi-Berger, Noss Haushaltswaren u.a.) und anstelle unrentabler Betriebe entstanden Großmärkte (Famila - heute Kaufland -, Kaufhaus Dahl - heute EXTRA -, OBI, Praktiker und Getränkemärkte (Pauly, Gerhards u.a.).

Im Zuge der kommunalen Neuordnung (1969) verschwand die 'Aggergrenze', die bisher die Stadtgemeinden Gummersbach und Wiehl trennte und die bisherigen Ortsteile von Dieringhausen-Vollmerhausen wurden als Siedlungsraum zu einem Stadtteil der KREISSTADT Gummersbach, welcher an der neu erbauten Autobahn A4 endet.

Dieringhausen und seine Infrastruktur

1. Schulen

Gemeinschaftsgrundschule und Katholische Grundschule mit Turnhalle in Dieringhausen
Schule für Erziehungshilfe des Oberbergischen Kreises in Vollmerhausen
Freie Waldorfschule Oberberg e.V. (Auf der Gostert)
Berufskolleg Oberberg Ernährung, Sozialwesen, Technik, Auf der Brück (Ernst-Zimmermann-Str.) mit Sporthalle

2. Kindergärten

Städt. Kindergarten (Brüder-Grimm-Str.)
Waldorfkindergarten Gummersbach e.V. (Brüder-Grimm-Str.)
Ev. Kindergarten (Vollmerhausen, Kapellenstr.)
Kath. Kindergarten (Dieringhausen, Dieringhauser Str.)

3. Kirchen

Ev. Kirche - Christusgemeinde - Dieringhausen, Vollmerhausen, Niedereßmar
Kirchenkreis An der Agger, Diakonisches Werk, Superintendentur-Verwaltungsamt
Jugendcafe Eisenbahnwaggon (Dieringhausen, Dieringhauser Str.)
Ev. freik. Gemeinde Dieringhausen (Aggerhalle)
Ev. freik. Gemeinde Vollmerhausen (Eulenhardt)
Kath. Herz-Jesu-Pfarrei (Dieringhausen, Dieringhauser Str.)

4. Altenzentren

AWO-Seniorenzentrum Dieringhausen (Marie-Juchacz-Str.5-9)
AWO-Sozialstation Dieringhausen (Marie-Juchacz-Str. 9)

5. Wahrzeichen

Mehrhardtsturm (Ruine Mehrhardtfels) - Aussichtsturm auf der 'Mehrhardt'

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