Klimaschutz weltweit


Das Ausmaß der möglichen Konsequenzen der globalen Erwärmung führt zur Frage, wie diese politisch verhindert oder ihre Folgen zumindest gemildert werden können. Die Emissionsminderung aller Treibhausgase ist Hauptgegenstand der umfassenden Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen als der völkerrechtlich verbindlichen Regelung zum Klimaschutz. Die UN-Klimakonferenz, auch (Welt-)Klimagipfel oder Welt-Klimakonferenz), ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention. Die Konvention wurde 1992 verabschiedet und im gleichen Jahr auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro von den meisten Staaten unterschrieben. Auf der Rio-Konferenz wurde auch die Agenda 21 verabschiedet, die seitdem Grundlage für viele lokale Schutzmaßnahmen ist.

Die derzeit 194 Vertragsstaaten der Rahmenkonvention treffen sich jährlich zu UN-Klimakonferenzen. Die bekanntesten dieser Konferenzen waren 1997 im japanischen Kyōto, die als Ergebnis das Kyōto-Protokoll hervorbrachte, und 2009 in Kopenhagen. In Kopenhagen hat sich die internationale Staatengemeinschaft darauf verständigt, den globalen Temperaturanstieg auf maximal 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Dies wurde auf der UN-Klimakonferenz 2010 in Cancun beschlossen. Ziel der Klimakonferenzen war bislang, ein Nachfolgeregime für das 2012 ausgelaufene Kyōto-Protokoll zu entwickeln. Im Kyōto-Protokoll selbst sind nur vergleichsweise geringe Verpflichtungen der Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen festgeschrieben. Auf den UN-Klimakonferenz in Durban wurde beschlossen, dass das Kyōto-Protokoll zunächst ab 1. Januar 2013 mit einer zweiten Verpflichtungsperiode verlängert werden soll. Reduktionsziele und Dauer der zweiten Verpflichtungsperiode sollten auf der UN-Klimakonferenz in Katar 2012 festgelegt werden.

Eine globale Post-Kyōto-Regelung soll nach den Beschlüssen von Durban bis zum Jahr 2015 erarbeitet und auf der UN-Klimakonferenz in Paris beschlossen werden. Der Vertrag soll ab 2020 in Kraft treten.

Die Liste aller Un-Klimakonferenzen finden Sie hier.

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Klimapolitik der Europäischen Union


Die Klimapolitik der Europäischen Union stellt ausdrücklich das sogenannte Zwei-Grad-Ziel in den Mittelpunkt und versucht, einen Beitrag dazu zu leisten, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur nicht über 2 Grad Celsius hinausgeht.

Der Gesamtausstoß an Treibhausgasen in der EU soll nach geltender Rechtslage bis 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 gesenkt werden. Auf dieses Ziel hat sich die EU auch auf UN-Ebene im Rahmen des Kyōto-II-Abkommens verpflichtet.

Erstmals wurden für die bisher nicht in den Emissionshandel einbezogenen Emissionen (Heizungen und Klima-Anlagen, Verkehr, kleine Industrieanlagen, die Dienstleistungsbranche sowie die Landwirtschaft) für jedes Land Emissionskontingente beschlossen.

Auf Initiative der Europäischen Kommission wurde auch der Konvent der Bürgermeister gegründet. Die in dem Konvent zusammengeschlossenen Kommunen haben sich das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich um 20 % zu senken.

Die Europäische Kommission strebt an, dass die EU den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2020 stärker drosselt als bislang vorgesehen: Grund dafür ist, dass der Ausstoß von Treibhausgasen in der Wirtschaftskrise erheblich gesunken ist (z.B.: 2009 um 14 % verglichen mit 2008). Deshalb visiert die Kommission schärfere Emissionsziele an. Das Papier plädiert dafür, das Reduktionsziel auf 30 Prozent anzuheben, es technisch machbar und ökonomisch wünschenswert sei.

Weitere Informationen hier.

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Klimaschutzmaßnahmen der Bundesrepublik Deutschland


Mit Hilfe des "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020" soll der Ausstoß von Treibhausgasen 2020 in Deutschland um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Zwischen 62 zu 78 Millionen Tonnen Treibhausgase können durch dieses Aktionsprogramms in den nächsten Jahren eingespart werden.In vielen Bereichen muss der Treibhausgas-Ausstoß vermindert werden.

Geplant sind Maßnahmen in Industrie, in der Landwirtschaft, im Verkehr, in der Abfallwirtschaft, im Bau- und Wohnsektor bis hin zu den Kraftwerken und dem Handel mit Emissionszertifikaten. Hier finden Sie das Akionsprogramm.

Download
Klimaschutzbericht 2015

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Die neue NRW-Klimaschutzpolitik


Jahres- und Vegetationszeiten verschieben sich, heimische Tier- und Pflanzenarten werden verdrängt, in Städten kommt es vermehrt zu Hitzewellen: Die Folgen des globalen Klimawandels sind in NRW längst vor der eigenen Haustür spürbar. Die Landesregierung handelt und wird mit einer ambitionierten Klimaschutzpolitik zum Vorreiter beim Klimaschutz. Die neue Klimaschutzpolitik des Landes basiert vor allem auf drei Säulen:

  • Bereits im Oktober 2011 hat das Landeskabinett ein millionenschweres KlimaschutzStartProgramm auf den Weg gebracht, das 22 Einzelmaßnahmen in zehn Themenfeldern vorsieht – unter anderem den beschleunigten Ausbau Erneuerbarer Energien sowie den verstärkten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung.

  • Im Januar 2013 hat der Landtag das Klimaschutzgesetz verabschiedet, das als erstes Gesetz in der Geschichte der Bundesrepublik konkrete Klimaschutzziele vorgibt.Es sieht die vor, die Gesamtsumme der Treibhausgase in NRW bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 % und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 % im Vergleich zu den Gesamtimmissionen des Jahres 1990 verringern.

  • Am 17.12.2015 hat derLandtag den ersten Klimaschutzplan des Landes NRW bewilligt. Mehr als 200 Maßnahmen für Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel wurden beschlossen. Über 400 Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft haben Vorschläge für Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen ausgearbeitet, die in Phase 2 im Rahmen einer Online-Beteiligung sowie verschiedenen Veranstaltungen von Bürgern sowie Vertretern von Kommunen und Wirtschaft diskutiert und weiterentwickelt wurden. Der Klimaschutzplan ist damit die Road Map für das Erreichen der ambitionierten Klimaschutzziele Nordrhein-Westfalens. Mehr ...

Quelle:

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen