Die Patenschaft des Oberbergischen Kreises und der Stadt Gummersbach über den Kreis Lauenburg und die Kreisstadt Lauenburg im ehemaligen Pommern besteht bereits seit Pfingsten 1955.

Als am 09. März 1945 die Rote Armee vor der Stadt Lauenburg stand, flüchteten viele Lauenburger. Sowjetsoldaten nahmen Lauenburg in Besitz. Fast die gesamte Innenstadt wurde abgebrannt. Während des Sommers 1945 setzten die ersten Vertreibungen ein. Die große Vertreibungsaktion dauerte bis 1948. In den Jahren nach 1948 verließen zahlreiche Stadt- und Kreisbewohner als Spätaussiedler ihre Heimat. Der Anteil der heute noch in Lauenburg Stadt und Kreis lebenden Deutschen ist sehr gering. Es ist davon auszugehen, dass rund 2000 Lauenburger eine neue Heimat in Gummersbach und im Oberbergischen Kreis fanden. Wirtschaftlich, größenmäßig und landschaftlich sind Gummersbach sowie der Oberbergische Kreis und Lauenburg in Ostpommern einander ähnlich.

Diese Gegebenheiten waren ausschlaggebend für die Übernahme der Patenschaft, die Pfingsten 1955 verwirklicht wurde. Gleichzeitig wurde der Heimatkreis Lauenburg gegründet. Seitdem finden alle zwei Jahre in Gummersbach zu Pfingsten Patenschaftstreffen statt. Zu diesem Fest treffen sich ehemalige Lauenburger, um ihrer alten Heimat weiterhin einen festen Platz in der Erinnerung zu geben.

Im Rathaus der Stadt Gummersbach befindet sich die Lauenburger Heimatkreisstube, die unter anderem die Heimatkreiskartei der Lauenburger beherbergt, die ca. 18.000 - 20.000 Namen und Anschriften umfasst.

Die Homepage des Heimatkreises Lauenburg/Pommern finden Sie unter folgender Internetadresse:
www.heimatkreis-lauenburg-pommern.de

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Ulrich Reichelt-Münster
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Lara Hockamp
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