Breitbandversorgung in Gummersbach


Mit der Teilnahme an einem FTTH-Pilotprojekt im Jahr 2013 konnte die Gummersbacher Innenstadt mit dem für Großstädte üblichen Angebot "Glasfaser ans Gebäude" gleichziehen. Breitband über Fernsehkabel wird ebenfalls in weiten Teilen der Innenstadt sowie in Niederseßmar angeboten.

Im November 2014 hat das Gummersbacher Stadtgebiet einen weiteren Breitband-Ausbau erfahren: Die Deutsche Telekom hat für viele Orte, die in den Vorwahlbereich 02261 fallen, den Ausbau mit hohen Bandbreiten realisiert. In diesem "FTTC"- Projekt wurden die Knotenverzweiger mit Glasfaser angebunden, was Datengeschwindigkeiten von 50 bis 100 Mb/s ermöglicht.  (siehe Artikel "Daten-Turbo" mit Gebietskarte).

Auch der Ausbau der LTE-Versorgung wird von verschiedenen Anbietern kontinuierlich voran getrieben.

Das NGA-Entwicklungskonzept für das Stadtgebiet Gummersbach als Grundlage für einen Antrag auf Bundesbreitbandförderung

Aus Mitteln der Breitbandförderung des Bundes erhält die Stadt Gummersbach eine Förderung für die Erstellung eines Breitband-Entwicklungs-Konzeptes. Das Konzept wurde bis Herbst 2016 erarbeitet.
Zunächst wurde die aktuelle Breitbandversorgung erfasst (und zwar genauer, als es zur Zeit im Breitbandatlas dargestellt ist) sowie festgestellt welche Breitband-Infrastruktur bereits vorhanden ist.
Für die so ermittelten unterversorgten Gebiete wird eine Grob-Planung vorgenommen, welche neue Infrastruktur benötigt würde, um eine angemessene Breitbandversorgung herstellen zu können, und mit welchen Kosten hierfür zu rechnen wäre.

Als erste Phase in der Konzeptentwicklung wurde am 10.5.2016 die Markterkundung auf www.breitbandausschreibungen.de veröffentlicht mit einer Laufzeit bis 9.6.2016. Den Text der Markterkundung finden Sie hier.

Als zweite Phase in der Konzeptentwicklung wurde am 29.7.2016 das Interessenbekundungsverfahren (IBV) auf www.breitbandausschreibungen.de veröffentlicht mit der Laufzeit bis 30.8.2016.
Den Text des IBV finden Sie hier.

Das Ergebnis lag rechtzeitig vor für die 3. Förderrunde des Bundesprogramms.
Ende Oktober 2016 wurde durch den Oberbergischen Kreis ein gemeinsamer Förderantrag gestellt für die Kommunen Gummersbach, Marienheide, Lindlar und Reichshof. Für Gummersbach sind die im oben genannten IBV definierten "weißen Flecken" in den Förderantrag eingeflossen.

 

Weitere Förderprojekte:

Dort, wo der Breitband-Markt von sich aus noch keine befriedigende Lösung anbietet, können Förderprojekte Abhilfe schaffen:

  • Strombach - DSL-Ausbau mit Förderung aus dem Konjunkturpaket 2010/2011
    Die Web-Präsenz der Breitbandinitiative Strombach bietet auch nach Abschluss des Förderprojektes interessante Informationen rund um die Breitbandversorgung. Ein Eigenanteil musste hier nicht aufgebracht werden, allerdings hat die Initiative Strombach die damals erforderliche Bedarfsumfrage unterstützt und ist mit den Fragebogen von Haus zu Haus gegangen. Der ADSL-Ausbau wurde im Dezember 2011 abgeschlossen.

In einigen Orten konnte die Stadt Gummersbach auch ohne öffentliche Förderung Breitband-Ausbauprojekte vermitteln. Hier war die Unterdeckung der Maßnahmen auf Seiten des Breitbandanbieters so gering, dass sie allein durch ein besonderes Engagement seitens der Dorfbewohner ausgeglichen werden konnte.

So wurde 2010 Lieberhausen nach einer Phase der Vorvermarktung (Kooperation Anbieter/Dorfverein) durch AT Aggertechnik mit Breitband per Funk ausgebaut.

In Erbland/Schönberg/Schneppsiefen war bereits 2008 eine Ausbauzusage seitens Telekom erreicht worden, per Zuzahlung und Vorvermarktung durch den Dorfverein.

Das jüngste Projekt dieser Art ist in Niedernhagen gelungen. Dazu wurde eigens ein Dorfverein gegründet, der mit viel Einsatz dafür sorgte, dass die benötigte Anzahl an Vorverträgen erreicht wurde. Im März 2016 wurden die neuen Anschlüsse geschaltet.

Weitere Informationen:

Der Breitbandatlas auf der Homepage des Bundeswirtschaftsministerium gibt Auskunft über den Versorgungsgrad nach Qualität und Art der Technik gestaffelt.