Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Kosten für Wohnraum. Wohngeld gibt es

  • als Mietzuschuss für Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers oder für Bewohner eines Heims
  • als Lastenzuschuss für Eigentümer eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung.

Unerheblich für die Gewährung des Zuschusses ist, ob der Wohnraum öffentlich gefördert, steuerbegünstigt oder frei finanziert worden ist.

Wohngeld ist kein Almosen des Staates. Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat darauf einen Rechtsanspruch.

Damit Sie besser einschätzen können, ob auch Sie zum berechtigten Personenkreis gehören, haben wir Ihnen die grundlegenden Informationen zusammengestellt:
Wir sagen Ihnen, was Wohngeld ist und wer es bekommt, nennen Ihnen Ansprechpartner und bieten Ihnen die Antragsformulare zum Ausdrucken an.
Natürlich erfahren Sie hier auch, wo Sie Papiervordrucke bekommen.

Die Wohngeldreform zum 1. Januar 2020

(Quelle:www.bmi.bund.de  Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat)

Reform des Ministeriums entlastet Menschen mit geringen Einkünften bei ihren Wohnkosten

Wohngeldreform 2020
(Quelle: Stockxpert)

Am 01. Januar 2020 treten mit der Wohngeldreform wesentliche Leistungsverbesserungen in Kraft. Von dem erhöhten Wohngeld werden rund 660.000 Haushalte profitieren. Darunter sind mehr als 180.000 Haushalte, die neu oder wieder wohngeldberechtigt werden. Bundesminister Horst Seehofer: "Wohnen ist ein Grundbedürfnis aller Menschen. Die Kosten für Wohnraum sind vielerorts stark gestiegen. Um die Bezahlbarkeit des Wohnens zu sichern, unterstützen wir mit dem Wohngeld über einen Zuschuss anspruchsberechtigte Haushalte."

Ein Zwei-Personen-Haushalt, der im Jahr 2020 ohne Reform im Durchschnitt 145,00 Euro Wohngeld erhalten hat, erhält nach der Reform 2020 durchschnittlich 190,00 Euro. Haushalte mit niedrigem Einkommen sind in vielen Fällen durch das höhere Wohngeld nicht mehr auf Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe angewiesen.

Das Wohngeld ist abhängig vom Gesamteinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, von der monatlichen Miete bzw. Belastung. Das Wohngeld wird damit in jedem Einzelfall auf die individuelle Situation des Haushalts zugeschnitten. So erhöht sich z.B. das Wohngeld, wenn die Anzahl der Kinder steigt oder wenn das Einkommen sinkt. Andererseits vermindert sich das Wohngeld aber auch, wenn z.B. Haushaltsmitglieder aus der Wohnung ausziehen oder das Einkommen steigt.

Seit gut 55 Jahren hilft das Wohngeld einkommensschwachen Mieter/innen und Eigentümer/innen von selbstgenutztem Eigentum, die Wohnkosten zu tragen. Das Wohngeld wird als Miet- oder Lastenzuschuss geleistet. Auf Wohngeld besteht ein Rechtsanspruch. Jeder, der die Voraussetzungen erfüllt, sollte seinen Anspruch geltend machen. Die Einzelheiten über das Bestehen eines Wohngeldanspruchs regelt das Wohngeldgesetz (WoGG).

Erstmalig ab dem Jahr 2022 ist eine Dynamisierung des Wohngeldes vorgesehen. Das Wohngeld wird dann regelmäßig alle 2 Jahre an die eingetretene Miet- und Einkommensentwicklung angepasst.

 

Frau
Astrid Krauss

Sachbearbeiterin

Frau
Waltraud Leidig

Sachbearbeiterin

Frau
Tanja Vaas-Seifner

Sachbearbeiterin