Hinweis:  Ein kleines Breitband-Wörterbuch finden Sie unten

Förderung

Im Juli 2018 hat der Oberbergische Kreis für den Ausbau in den Kommunen Gummersbach, Marienheide, Lindlar und Reichshof einen Förderbescheid in Höhe von 12.750.920 Euro erhalten (50 % Bund und 50 % Land NRW). Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 32 Mio. Euro. Von den beteiligten Kommunen ist kein Eigenanteil zu zahlen.
Am 17. Juli 2018 wurde ein Vertrag mit Telekom über den Ausbau geschlossen.

Ausbaugebiete  in Gummersbach

Die gemäß der Richtlinien des Bundesförderprogramms (3. Förderaufruf) ermittelten weißen Flecken sind in dieser Übersichtsskizze dargestellt.

Zeitplan und Breitbandleistung

Wenn die Feinplanung durch Telekom abgeschlossen ist, wird Telekom eine Internetseite schalten, auf der die Einwohner in den Ausbaugebieten abfragen können, wann und mit welcher Leistung bei Ihnen ausgebaut wird. Sobald die Seite online ist, wird hier ein Link zu finden sein (Herbst 2018).
Mehr Informationen zu diesem Ausbauprojekt erfahren Sie hier auf der Homepage der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises.

Das vorbereitende Verfahren

Aus Mitteln der Breitbandförderung des Bundes erhielt die Stadt Gummersbach eine Förderung für die Erstellung eines Breitband-Entwicklungs-Konzeptes für das gesamte Stadtgebiet. Das Konzept wurde bis Herbst 2016 erarbeitet.
Zunächst wurde die aktuelle Breitbandversorgung erfasst (und zwar genauer, als es zur Zeit im Breitbandatlas dargestellt ist) sowie festgestellt welche Breitband-Infrastruktur bereits vorhanden ist.
Für die so ermittelten unterversorgten Gebiete (weniger als 30 Mbit/s - sogenannte "weiße Flecken") wurde eine Grob-Planung vorgenommen, welche neue Infrastruktur benötigt wird, um eine angemessene Breitbandversorgung herstellen zu können und mit welchen Kosten hierfür zu rechnen ist.

Als zweite Phase in der Konzeptentwicklung wurde am 29.7.2016 das Interessenbekundungsverfahren (IBV) auf www.breitbandausschreibungen.de veröffentlicht.

Das Ergebnis lag rechtzeitig vor für die 3. Förderrunde des Bundesprogramms. Ende Oktober 2016 wurde durch den Oberbergischen Kreis ein gemeinsamer Förderantrag gestellt für die Kommunen Gummersbach, Marienheide, Lindlar und Reichshof. Für Gummersbach sind die im oben genannten IBV definierten "weißen Flecken" in den Förderantrag eingeflossen. Nachdem der Oberbergische Kreis im Frühjahr 2017 eine Förderbewilligung erhalten hat, wurde ein offenes und transparentes  Anbieter-Auswahlverfahren durchgeführt.

Dort, wo der Breitband-Markt von sich aus noch keine befriedigende Lösung anbietet, können Förderprojekte Abhilfe schaffen:

  • Strombach - DSL-Ausbau mit Förderung aus dem Konjunkturpaket 2010/2011 
    Die Web-Präsenz der Breitbandinitiative Strombach bietet auch nach Abschluss des Förderprojektes interessante Informationen rund um die Breitbandversorgung. Ein Eigenanteil musste hier nicht aufgebracht werden, allerdings hat die Initiative Strombach die damals erforderliche Bedarfsumfrage unterstützt und ist mit den Fragebogen von Haus zu Haus gegangen. Der ADSL-Ausbau wurde im Dezember 2011 abgeschlossen.
  • Berghausen -DSL-Ausbau mit Förderung aus dem Konjunkturpaket 2009/2011
    Ebenfalls unter Einsatz von Mitteln aus dem Konjunktur-Förderprogramm II wurde der DSL-Ausbau in Berghausen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lindlar realisiert. Auch in Berghausen wurde der Ausbau im Dezember 2011 abgeschlossen.

FTTC / FTTH

Mit der Teilnahme an einem FTTH-Pilotprojekt im Jahr 2013 konnte die Gummersbacher Innenstadt mit dem für Großstädte üblichen Angebot "Glasfaser ans Gebäude" gleichziehen.

Breitband über Fernsehkabel wird ebenfalls in weiten Teilen der Innenstadt, in Bernberg sowie in Niederseßmar angeboten.

Im November 2014 hat das Gummersbacher Stadtgebiet einen weiteren Breitband-Ausbau erfahren: Die Deutsche Telekom hat für viele Orte, die in den Vorwahlbereich 02261 fallen, den Ausbau mit hohen Bandbreiten über FTTC realisiert. Bei diesem Projekt wurden die Knotenverzweiger mit Glasfaser angebunden, was Datengeschwindigkeiten von 50 bis 100 Mb/s ermöglicht. Inzwischen wird bei manchen FTTC - Lösungen im Stadtgebiet Gummersbach bereits Super-Verctorin eingesetzt. Damit sind Bandbreiten bis 250 Mbit/s realisierbar.

 

Ausbau durch Vorvermarktung

In einigen Orten konnte die Stadt Gummersbach auch ohne öffentliche Förderung Breitband-Ausbauprojekte vermitteln. Hier war die Unterdeckung der Maßnahmen auf Seiten des Breitbandanbieters so gering, dass sie allein durch ein besonderes Engagement seitens der Dorfbewohner ausgeglichen werden konnte. 

So wurde 2010 Lieberhausen nach einer Phase der Vorvermarktung (Kooperation Anbieter/Dorfverein) durch AT Aggertechnik mit Breitband per Funk ausgebaut.

In Erbland/Schönberg/Schneppsiefen war bereits 2008 eine Ausbauzusage seitens Telekom erreicht worden, per Zuzahlung und Vorvermarktung durch den Dorfverein.

Das jüngste Projekt dieser Art ist in Niedernhagen gelungen. Dazu wurde eigens ein Dorfverein gegründet, der mit viel Einsatz dafür sorgte, dass die benötigte Anzahl an Vorverträgen erreicht wurde. Im März 2016 wurden die neuen Anschlüsse geschaltet.

 

Der Breitbandatlas auf der Homepage des Bundeswirtschaftsministerium gibt Auskunft über den Versorgungsgrad nach Qualität und Art der Technik gestaffelt.

Die Bundesnetzagentur bietet unter breitbandmessung.de einen Geschwindigkeitstest, mit dem man feststellen kann, welche Leistung tatsächlich am eigenen Anschluss ankommt.

Was heißt FTTC - was sind Latenzen?

Kurze Erläuterungen zu den gängigsten Breitband-Begriffen finden Sie hier.

Frau
Ute Sänger

Büro des Bürgermeisters

1.2 - Wirtschaftsförderung

Wilhelmstr. 12

51643 Gummersbach