Breitband
Mit Breitband ist der leistungsstarke Zugang zum Internet beschrieben - unabhängig von der Übertrangsungstechnik (also VDSL, Glasfaser, LTE, Breibandkabel ...)

Breitbandkabel / Coax-Glasfaser
Damit ist ein breitbandfähiges Fernsehkabel gemeint. Das Kabelnetz für die Fernsehübertragung, bestehend aus Koaxial-Kabeln, war ursprünglich nur für die Datenübertragung in eine Richtung gedacht - eben den Fernsehempfang. Die Netze wurden im Laufe der Zeit rückkanalfähig gemacht, so dass Übertragung in beide Richtungen möglich wurden. Damit wurde das Fernsehnetz zum Breitbandnetz. Auch hier werden i.d.R. Zuführungen in Glasfaser gebaut, die Verteilung in die Haushalte erfolgt dann per Fernsehkabel. Fernsehkabel haben eine deutlich geringere Dämpfung (physikalischer Widerstand des Kupferkabels) als Telefon-Kabel und sind für die Übertragung mit hohen Datengeschwindigkeiten geeignet. Diese Netze können in der Regel 400 Mbit/s leisten, mit der neuesten Übertragungstechnik sind sie auch gigabitfähig.

DSL (Digital Subscriber Line)
DSL wurde lange Zeit als Synonym für jede Art des Internet-Zugangs genutzt. Richtig ist: DSL bedeutet, dass über die vorhandene Kupferleitungen des Telefonanschlusses Daten übertragen werden.

Glasfaser
Im Glasfaser werden die Daten optisch transportiert, d.h. als Lichtwellen. Diese unterliegen keinen physikalischen Beschränkungen - der Datentransport geschieht tatsächlich in „Lichtgeschwindigkeit“.

DSLAM
Im DSLAM laufen die Teilnehmeranschlussleitungen zusammen, d.h. hier wird der lokale Datenverkehr der Endkunden zusammengefasst und weitergeleitet. Man könnte also sagen, dass hier die Teilnehmeranschlussleitung „endet“. Das kann z.B. in der Ortsvermittlungsstelle sein oder im Außenbereich. Outdoor-DSLAMs werden eingesetzt bei VDSL. Je kürzer die Teilnehmeranschlussleitung (Kupferkabel) ist, desto besser ist die Datenübertragung. Der Outdoor - DSLAM wird also möglichst in der Nähe der angeschlossenen Teilnehmer gebaut, um die Kupferstrecke zu verkürzen. Die DSLAMs benötigen Strom - und werden deswegen als „aktive Technik“ bezeichnet. Im DSALM wird das optische Signal des Glasfaserkabels in ein elektronisches Signal für das Kupferkabel umgewandelt - und umgekehrt. Die Outdoor-DSLAM sind in der Regel doppelt so groß wie die alten Knotenverzweiger-Schränke.

FTTB
Firbre to the Building - Glasfaser bis ans Gebäude.

FTTC 
Fibre to the Curb - Glasfaser bis zum DSLAM/Verteilerschrank, ab dort per Kupfer in die Haushalte

FTTH  
Fibre to the Home - Glasfaser bis in die Wohnung

Kupferleitung/Dämpfung
Das klassische Telefon-Netz besteht aus Kupferkabeln. Die Übertragung digitaler Daten über Kupfer unterliegt physikalischen Beschränkungen. Die Daten werden elektronisch transportiert, das Kupferkabel stellt einen Widerstand dar. Je länger die Leitung ist, desto schwächer wird das ankommende Zeichen (Dämpfung).

Hybrid-Technik
Bei der Hybrid-Technik werden ein DSL Anschluss und ein Mobilfunkanschluss des LTE-Standards  miteinander verbunden. Über diese Ergänzung können höhere Verbindungsraten erzielt werden. Gerade im ländlichen Raum ist dies an machen Stellen der einzige Weg, breitbandige Internetanbindung herzustellen. Im Gegensatz zu reinen Funk-Anbindungen wird von den meisten Anbietern keine monatliche Datenverbrauchsbeschränkung mit dem Anschluss verbunden.

ISDN
ISDN steht für ein digitales Telekommunikations-Netz, das verschiedene Dienste (z.B. Telefon, Telefax, EC-Terminals) gleichzeitig auf einem Netz anbieten kann, dh. auf nur einem Anschluss. Mitte der 90er Jahre wurde das Telefonnetz in Deutschland auf diese digitale Technik umgestellt. Als Internet-Zugang stellte ISDN damals eine deutliche Verbesserung zum analogen Zugang per Modem dar. Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 64 kbit/s für eine E-Mail ohne Anhang noch geeignet - mehr aber auch nicht.

Kvz - Kabelverzweiger
Der Kabelverzweiger ist ein Schaltschrank zur Verteilung der Leitungen innerhalb eines Fernsprech-Ortsnetzes, der Hauptkabel mit Verzweigungskabeln verbindet. Hier werden Kupferkabel mit Kupferkabeln verbunden. Die Schränke werden als „passiv“ bezeichnet - damit ist gemeint, dass für die Verteilung kein Strom erforderlich ist.

Latenzen
Zeitverzögerung bei den Antwortzeiten (s. auch „Satellit“)

LTE - (Long Term Evolution) 
LTE ist ein leistungsstarker Mobilfunkstandard, mit dem deutlich höhere Erreichbarkeiten und Geschwindigkeiten realisiert werden können als mit UMTS. LTE wird als Weiterentwicklung von UMTS betrachtet und daher auch als 4G ( 4. Generation der Mobilfunktechnik) bezeichnet. Viele Tarifmodelle der Breitbandanbieter im Bereich LTE sehen ein bestimmte Menge an Datenverkehr vor, die pro Monat über den Tarif abgedeckt ist. Bei höherem „Verbrauch“ wird für den restlichen Abrechnungszeitraum die Geschwindigkeit gedrosselt oder eine Zuzahlung erforderlich. 
Auch wenn die Sendetechnik des LTE stärker ist als bei UMTS, kann es besonders im Gebirge und im Mittelgebirge vorkommen, dass es an vereinzelten Stellen keinen LTE-Empfang gibt.

NGA  
Next Generation Access: Von der Bundesregierung als Ziel definierter breitbandiger und flächendeckender Internet-Zugang mit Datenraten von mehr als 30 Mbit/s. Ein Aspekt des NGA ist auch der Ersatz der klassischen Telefonie durch IP-Telfonie (Telefonie über Internet).

Satellit
Auch über Satelliten-Empfang können breitbandige, also leistungsstarke Internetzugänge geschaffen werden. Dort, wo Fernsehen per Satellit funktioniert, ist auch Breitband über „Schüssel“ möglich. In den Anfängen dieser Technik war nur der Empfang über die Satelliten-Anlage möglich, der up-load musste über eine andere Technik erfolgen. Seit einigen Jahren ist auch Satelliten-Breitband rückkanalfähig und kann hohe Datenraten liefern.Hauptkritik-Punkt an dieser Technik sind die sogenannten Latenzen (auch Antwortzeiten oder Ping genannt), Durch die lange Funkstrecke zwischen Satellit und Teilnehmer-Anschluss entstehen Zeitverzögerung, die bei zeitkritischen Anwendungen relevant werden können (bei Satellit um 600 millisekunden, bei DSL um 20 ms).
Breitband über Satellit ist dort sinnvoll, wo andere Techniken aufgrund großer Entfernung zu den Vermittlungsstellen unwirtschaftlich sind.
Alternativ zum direkten Kontakt Teilnehmer/Satellit können Breitbandanbieter auch einen DSLAM-Verteiler per Satellit versorgen und für die letzte Meile (Strecke zwischen letztem Verteilerpunkt und Teilnehmeranschluss) das bestehende Telefonnetz (Kupfer) nutzen.

UMTS/HSPA 
(Universal Mobile Telecommunications System/High Speed Packet Access) - Funktechnik, um mobil telefonieren zu können oder sich mobil mit dem Internet zu verbinden. Dieser Mobilfunkstandard wird auch als 3G (3. Generation der Mobilfunktechnik) bezeichnet. (siehe auch "LTE"- 4G)

VDSL
(Very high-rate Digital Subscriber Line) Auch hier kommen wie bei DSL die Daten über das Kupferkabel des Telefonanschlusses ins Haus - allerdings mit deutlich höheren Geschwindigkeiten. Das liegt daran, dass nur noch das letzte Stück des Datenweges, also vom letzten Kabelverzweigerschrank bis zum Internet-Anschluss über Kupferleitung geht (die sogenannte „letzte Meile“ ). Der Weg von der Ortsvermittlung bis zum Schrank wird über das schnelle Glasfaser zurückgelegt. Diese Technik wird als "aktive" Technik bezeichnet. Die Schaltschränke sind deutlich größer als die alten KvZ und benötigen Strom für die "Übersetzung" der Lichtwellenzeichen in elektronische Zeichen. VDSL unterliegt noch stärker als das "einfache" DSL der physikalischen Dämpfung. Das bedeutet, dass Anschlüsse, die gerade noch DSL-Zeichen erhalten haben, möglicherweise mit VDSL kein Signal mehr empfangen.

Vectoring
Vectoring ist eine Erweiterung von VDSL, die die Störungen („Übersprechen“) zwischen zwei benachbarten kupfernen Teilnehmeranschlussleitungen verringert. Dadurch wird die Übertragung höherer Bandbreiten ermöglicht, es können bis 100 Mbit/s erreicht werden. Supervectoring ist eine Weiterentwicklung dieser Technik und ermöglicht zur Zeit Bandbreiten bis 250 Mbit/s.

VoIP 
Voice over IP - Telefonie über Internet-Technik

Weißer Fleck - Grauer Fleck
Als weißer Fleck im Sinne des Breitbandausbaus wird ein besiedeltes Gebiet bezeichnet, in dem die Breitbandversorgung unter 30 Mbit/s liegt - Stand 2020. Als der Ausbau derOrt Hardt-Hanfgarten, Gummeroth und Herreshagen gefördert wurde, lag die Bemessungsgrenze noch bei 2 MBit/s, für Windhagen, im Förderausbau 2016-2017, galten 6 Mbit/s noch als ausreichend versorgt.
In den aktuellen Breitband-Förderplänen werden die Bereiche als Graue Flecken bezeichnet, deren Anbindung bei über 30 Mbit/s liegen, aber noch nicht gigabit-fähig sind, d.h. weder Glasfaser noch Koax-Glasfaser bis an Gebäude haben.